Corona, Klima und der Garten

Der März präsentierte sich zeitweise ungemütlich und stürmisch, aber fast 2 Wochen lang auch ungewöhnlich sonnig. Trotz des teilweise eisigen Ostwindes war die Verlockung groß, in den Garten zu gehen und dort die Reste des Winters sowie des Herbstlaubs zu beseitigen. Auch der Wintergarten ist schon auf einem frühlingshaften Stand. Nur einige sehr frostempfindliche Terrassenbewohner müssen noch dort drinnen bleiben, aber wir haben schon einige Male dort gesessen und gegessen.

Frühling mit Elfe kl

Die „Coronakrise“ hat dazu geführt, dass man eigentlich das Haus nur für wichtige Verrichtungen verlassen sollte. Man kann (drinnen) keine Freunde treffen und draußen sollte man sich möglichst auch nur zu Zweit blicken lassen. Ich treffe mich mit meinen Nachbarinnen zum Spazierengehen durch Wald und Flur und wenn das Wetter es zulässt, auch mal draußen im Garten mit einer Freundin zum Kaffeetrinken. Immer mit dem gebotenen Abstand, versteht sich.

Wintereinbruch kl

Man hatte also viel Zeit für die Gartenarbeit, da das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gekommen ist, und ich bin selten um den 20. März herum so weit gewesen wie in diesem Jahr. Dabei hatten die Nachbarn auch noch ihre großen Fichten fällen lassen und die prächtige Blauzeder brach während einer Sturmnacht ebenfalls zur Hälfte weg, so dass sie ebenfalls gefällt werden musste. Wir verbrauchten ganze Wochenenden, um sämtliches Grünzeug in einen 30m3 – Container zu verladen bzw. mit dem Anhänger abzufahren.

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Trotzdem habe ich viel geschafft und bereits Salat und Kräuter gepflanzt. Zum Monatsende überraschte uns der März dann doch noch mit einem kurzen Kälteeinbruch und dem ersten Schnee des Jahres (s.o.). Der hielt sich aber nur einen Tag.

Dose kl

Frühling1 kl

Inzwischen haben wir bereits Anfang April. Zum Wochenende soll das Wetter richtig warm und schön werden. Es wird für die armen Stadtleute sicher schwer werden, ihre Kinder und auch sich selbst in den Wohnungen zu halten. Sämtliche öffentliche und nicht öffentliche Spielplätze sind seit Mitte März gesperrt, Sportstätten, Schwimmbäder, Zoos, Museen und Ausflugsziele geschlossen, ebenso Restaurants und Cafes bis mindestens zum 20.4. und länger. Es kommt darauf an, wie die Verbreitung der Seuche sich weiter entwickelt. Es wird mehr Disziplin erforderlich sein, je schöner das Wetter wird.

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Wir haben es hier draußen wirklich noch gold. Nur Amadeus muss noch im Apfelkernhaus bleiben bis es wieder schöner wird. Er hat im letzten Sommer und Herbst draußen ziemlich gelitten. Im Häuschen habe ich auch schon ein wenig aufgeräumt, aber dort ist auch noch ein Frühjahrsputz fällig. Wir können uns im Garten aufhalten und einen Klönschnack mit den Nachbarn durch die Hecke abhalten. Wir können, wenn wir wollen, den Grill anschmeißen oder ein kleines Osterfeuer machen, natürlich nur für uns. Alle ab sechzig sind in einem höher gefährdeten Alter, was die Sterblichkeit durch Corona angeht. Wenn die heilige Corona das gewusst hätte!

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