Die Planung

Heute will ich erzählen, wie die Planung des Apfelkernhauses vor sich ging. Zuerst habe ich mich schlau gemacht, ob man eine Baugenehmigung braucht. Bis zu einer gewissen Größe und ohne festes Fundament braucht man in Hamburg keine, wenn man auch noch die Grenzabstände einhält. Das muss aber jeder für sich selbst prüfen. Nebenbei ging ich auf die Jagd nach alten Fenstern. In unserer Straße wurden gerade die Fenster in einem historischen Haus erneuert. Zusammen mit meiner Schwester durfte ich einige von den alten abtransportieren. Später bekam ich dann noch die  Balkontüren und zwei weitere schöne Fenster dazu. Aus dem Elternhaus meines Schwagers bekam ich  das „Sonnenfenster“ und einige Scheiben mit den schönen altmodischen Klappen zum Öffnen drin. Meine Garage füllte sich so langsam. Mein Mann sagte: „Was willst du bloß mit so vielen Fenstern anfangen, da kannst du ja drei Häuser draus bauen.“  Aber ich meine, dass man lieber erstmal zu viel als zu wenig haben sollte.

meine Garage wird zum Lager

meine Garage wird Lagerraum

Wir überlegten, wie das Ganze aussehen sollte, aber ich kann keine Bauzeichnungen machen und habe auch kein gutes Vorstellungsvermögen, was alle Details angeht. Einige Sachen standen aber fest. Wir wollten ein Holzdeck dort, wo der Apfelbaum gestanden hatte. Da scheint nämlich am Abend immer noch einmal die Sonne  hin, bevor sie endgültig verschwindet. Das Haus sollte eine Mischung aus nostalgischem Gartenhaus und einer Sommerküche sein. Deshalb nahm ich aus dem Haus meines Schwagers auch noch den fast hundert Jahre alten Küchenschrank, der in die Neugestaltung der Küche dort nicht mehr hineinpasste. Das Breitenmaß des Schrankes gab dann schon einmal die Breite des Hauses vor. Danach überlegte ich, wie und wo die Fenster eingebaut werden sollten. So entstand langsam eine ungefähre Vorstellung vom Haus.

Nun brauchte ich noch Hilfe beim Bauen, denn mein Mann hat auch noch einen Beruf und kann mir nicht ständig bei meinen Ideen helfen. Zum Glück hatte der Sohn von Freunden gerade Zeit und Lust, da er eine Zimmermannslehre beginnen wollte und bis dahin noch ein paar Monate zu überbrücken hatte. Er hielt es für eine ausgezeichnete Übung noch mal eben ein kleines Holzhaus mit mir zu bauen. So setzten wir uns zusammen und beschlossen erst einmal mit dem Holzdeck zu beginnen und alles andere dann später genauer zu planen. Den vorgesehenen Platz bedeckte ich mit einer Wurzelfolie und einer dünnen Schicht groben Flusskieseln. Nun konnte es richtig losgehen.

Nach dem Auslegen der Gartenfolie wurde der Bauplatz mit Kies bedeckt

Nach dem Auslegen der Gartenfolie wurde der Bauplatz mit Kies bedeckt

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